
Drei Studien. Ein Ziel:Unsere Menschenschätze im ASB verstehen, stärken und begeistern.
Wissen, was Menschen bewegt
Mit dem Projekt „Menschenschätze und Menschen schätzen“ erforscht der ASB, was Mitarbeitende, Ehrenamtliche und junge Engagierte bewegt – wissenschaftlich fundiert, gemeinsam mit dem rheingold Institut.
Warum wir dreimal hingehört haben
- Der ASB ist auf die Mitwirkung engagierter Menschen angewiesen – hauptamtlich, ehrenamtlich und als junge Generation.
- Mit dem Verbandsentwicklungsprozess „Menschenschätze und Menschen schätzen“ stellt sich der ASB systematisch der Frage: Was brauchen diese Menschen? Was treibt sie an? Was können wir besser machen?
- Drei Studien beleuchten drei Perspektiven: die der Mitarbeitenden (ASB-Arbeitgeberstudie), die der freiwillig Engagierten (ASB-Engagementstudie) und die der Jugend (ASJ-Jugendstudie).
- Alle drei Studien wurden in Zusammenarbeit mit dem Kölner rheingold Institut durchgeführt – einem der führenden Institute für tiefenpsychologische Marktforschung.
ASB-Arbeitgeberstudie 2023Mitwirkende als wichtigstes Zukunftskapital gewinnen

Der Fachkräftemangel in sozialen Organisationen ist gravierend. Mit der ASB-Arbeitgeberstudie haben der ASB NRW und der ASB Bayern gemeinsam mit dem rheingold Institut untersucht, wie der ASB als Arbeitgeber wahrgenommen wird und was potenzielle Bewerber:innen sowie bestehende Mitarbeitende bewegt. Die Ergebnisse bilden die Basis für eine dauerhafte Arbeitgeberpositionierung.
Kernergebnisse
1. Machen und Helfen: Zwei grundsätzliche Haltungen prägen den ASB – die des zupackenden Arbeiters (Freude am Machen) und die des barmherzigen Samariters (Freude am unmittelbaren Helfen). Der ASB verbindet beides zu einer funktionierenden Gemeinschaft.
2. Gestaltungsfreiraum statt Hierarchie: Mitarbeitende beim ASB suchen keine klassische Karriere, sondern einen Job, in dem sie etwas bewirken können. Das soziale Miteinander und der barrierefreie Einstieg machen den ASB attraktiv.
3. Sechs Typen, ein ASB: Das rheingold Institut hat sechs Motivationstypen identifiziert – von „Couragierten Individualisten“ bis zu „Familiären Kümmerern“. Jeder Typ findet im ASB seinen Platz.
4. Fest und flauschig: Der ASB sollte sowohl seine zupackende als auch seine fürsorgliche Seite kommunizieren. Gerade diese Kombination unterscheidet ihn von anderen Hilfsorganisationen.

„Mir ist nicht wichtig, nach oben zu kommen, sondern einen Job zu haben, in dem ich etwas bewirken kann.“
ASB-Engagementstudie 2024 Engagement fördern, Zukunft gestalten

Wir leben in einer Zeit der Krisenpermanenz. Das fordert Helfer:innen zunehmend heraus – und macht freiwilliges Engagement gleichzeitig unverzichtbarer denn je. Die ASB-Engagementstudie untersucht die tiefenpsychologischen Motivationen, Sehnsüchte und Barrieren von aktuellen und potenziellen Engagierten. Mehr als 20.000 ehrenamtlich Engagierte wirken im ASB mit.
Kernergebnisse
1. Sechs Kernmotivationen: Die Studie hat sechs zentrale Motivationen für freiwilliges Engagement identifiziert – von der Suche nach Gemeinschaft bis zum Wunsch nach Selbstwirksamkeit.
2. Raus aus der Selbstbezüglichkeit: Viele Menschen ziehen sich in Krisenzeiten ins Private zurück. Der ASB muss aktiv auf sie zugehen und psychologische Hürden abbauen, um schlummerndes Engagement-Potenzial zu wecken.
3. Generation 50+ und Generation Z: Beide Generationen bringen unterschiedliche Erwartungen mit. Während die Älteren Sinnstiftung und aktives Gestalten suchen, braucht die junge Generation eine haltgebende Umgebung und niedrigschwellige Engagementmöglichkeiten.
4. Situatives Helfen als Einstieg: Konkrete, überschaubare Hilfsangebote senken die Schwelle zum Engagement und können der Beginn eines langfristigen Engagements sein.

„Das Ehrenamt gehört zur DNA des ASB und ist damit unverzichtbarer Bestandteil der Verbandsstrukturen.“
ASJ-Jugendstudie 2026 Junge Macher:innen gestalten Zukunft.

Die Jugend ist unsere Zukunft – und sie gestaltet diese Zukunft bereits heute aktiv mit. In der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) engagieren sich bundesweit über 100.000 junge Menschen. Die ASJ-Jugendstudie untersucht erstmals tiefenpsychologisch, was junge Engagierte in der ASJ bewegt, was sie bindet und wie der ASB den Übergang von der Jugendarbeit ins Erwachsenenengagement gestalten kann.
Kernergebnisse
1. Haltung statt Haltlosigkeit: Während die breite GenZ in Studien oft als verunsichert und orientierungslos beschrieben wird, zeigen ASJ-Engagierte Haltung, Motivation und einen klaren inneren Kompass.
2. Homie & Hero: Die ASJ vereint zwei Pole – die Homie-Seite (Geborgenheit, Gemeinschaft, Zugehörigkeit) und die Hero-Seite (Abenteuer, Sichtbarkeit, Herausforderung). Beide sind gleich wichtig.
3. Schutzraum und Wachstumsraum: Die ASJ bietet jungen Menschen Sicherheit und Geborgenheit, gleichzeitig echte Entwicklungschancen. Viele lernen hier Verantwortung, Teamgeist und lebenspraktisches Know-how.
4. Jugend im ASB halten: Der Übergang von der ASJ zum ASB gelingt mit klaren Strukturen wie dem Einsatz von Jugendkoordinator:innen als Bindeglied, Mentoringprogramme, gemeinsame Veranstaltungen und echte Mitgestaltung statt Symbolpolitik.

„Die ASJ ist für mich wie eine zweite Familie.“
Informationen für die Presse
Sie berichten über den ASB, ehrenamtliches Engagement, Jugendarbeit oder den Fachkräftemangel in sozialen Organisationen? Gerne stellen wir Ihnen weiterführende Informationen, Daten und Interviewpartner:innen zur Verfügung. Die vollständigen Studien-Booklets senden wir auf Anfrage gerne zu.
Kontakt

Stefanie Könitz-Goes
Projektleitung „Menschenschätze und Menschen schätzen“
0221 949707-62
0160 94403827
koenitz-goes(at)asb-nrw.de

Ute Ludwig
Leitung Stabsstelle Kommunikation und Medien
0221 949707-14
ludwig(at)asb-nrw.de