
Funk: Wichtige und sichere Kommunikation im Notfall

"Sama 1888, bitte kommen!"
Damit die Kommunikation im Notfall oder bei großen Einsätzen und Sanitätsdiensten reibungslos funktioniert, nutzen die Helfer:innen des ASB Funkgeräte. An der ASB Landesschule NRW werden sie dafür ausgebildet und können die stabile und zuverlässige Technik nutzen, um zu helfen und zu retten.
Funker:innen im Einsatz
Digitalfunk: So kommt er im ASB in NRW zum Einsatz
Mit dem Digitalfunk BOS kommunizieren alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie die Bundeswehr in einem bundesweit einheitlichen, gemeinsamen digitalen Sprech- und Datenfunksystem. Dazu gehört auch der ASB. Der Digitalfunk BOS ist speziell auf die Anforderungen der Beteiligten ausgerichtet.
Bedeutende Vorteile gegenüber herkömmlichen Mobilfunknetzen sind die hohe Sprachqualität und die Gruppenkommunikation. Das ist insbesondere bei komplexen und großflächigen Einsatzlagen wichtig, zum Beispiel beim Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen.
Vorteile des Digitalfunks
Ein weiterer Vorteil liegt in der Abhörsicherheit durch Luftschnittstellenverschlüsselung und zusätzliche “Ende-zu-Ende-Verschlüsselung”. Das heißt, die Funkkommunikation ist auf der gesamten Strecke vom sendenden Endgerät über das Netz bis zum Endgerät, das den Funkspruch empfängt, verschlüsselt.
Dank seiner besonderen Netzarchitektur bietet das Digitalfunknetz eine sehr hohe Netzverfügbarkeit und ist auch dann einsatzbereit, wenn Mobilfunknetze ausfallen sollten. Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben erklärt das so: “Alle Basisstationen sind ringförmig an die Vermittlungsstellen angeschlossen. Die Vermittlungsstellen sind redundant an die Transitvermittlungsstellen angebunden. Für die Einsatzkräfte der BOS ist es äußerst wichtig, dass ihre Funkrufe immer ankommen – auch in Katastrophenlagen, in denen andere Mobilfunknetze ihren Dienst schon längst versagen.
Selbst wenn beide Anbindungen einer Basisstation an die Vermittlungsstelle unterbrochen sein sollten, so kann die Basisstation im sogenannten Rückfallbetrieb weiterhin den Funkverkehr im direkten Umkreis (innerhalb ihrer Funkzelle) sicherstellen. Zusätzlich können die Funkendgeräte in den sogenannten Direktmodus (DMO) geschaltet werden und so, vergleichbar mit einem PMR-Funkgerät oder ‘Walkie-Talkie’, netzunabhängig genutzt werden.”
Einsatz bei Notfällen
Zur Ausstattung des BOS-Digitalfunknetzes gehört auch eine Notstromversorgung mit zwei Komponenten: Anlagen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung können einen Ausfall kurzfristig überbrücken. In dieser Zeit starten die sogenannten Netzersatzanlagen und stellen eine längerfristige Stromversorgung sicher.
Unsere Digitalfunkgeräte sind zudem mit einer Notruftaste ausgestattet. Wird sie gedrückt, wird eine direkte Sprechverbindung mit Vorrang vor allen anderen Teilnehmenden aufgebaut. Ein solcher Notruf wird - je nach Konfiguration des Netzes - an die dafür bestimmte Stelle oder Gruppe durchgestellt. Zugleich wird automatisch auch die GPS-Position sowie eine taktische Statusmeldung übermittelt. So werden bei Notfällen lebenswichtige Informationen schnell und zuverlässig weitergegeben.
Schließlich können unsere Funker:innen auch die sogenannten “Kurzdatendienste” nutzen. Dazu gehört zum Beispiel die GPS-basierte Fahrzeug- und Personenortung. Diese hilft uns zum Beispiel dabei, Anfahrtswege zu optimieren den Einsatz von Helfer:innen noch effektiver zu koordinieren.











