Persönlichkeit und Stärken

Erkenne deine persönlichen Grenzen

Wann merkst du, dass es dir nicht gut geht? Körperliche Signale wie Schlafstörungen, Magenprobleme oder Verspannungen können Hinweise sein.

🔍 Reflexionsfrage: Welches dieser Zeichen könnte auf anhaltenden Stress hindeuten?

Einmalige Traurigkeit nach einem VerlustSchlafstörungen, sozialer Rückzug und Reizbarkeit über viele WochenAufregung vor einem wichtigen Termin

Fragen zur Selbstreflexion

  • Welche Situationen rauben mir Energie – welche geben mir Kraft?
  • Wie gehe ich üblicherweise mit schwierigen Gefühlen um?
  • Was brauche ich, wenn es mir nicht gut geht?
  • Wer in meinem Umfeld kann mir zuhören?
  • Wann habe ich zuletzt etwas für mich selbst getan?

⚠️ Warnsignale, die professionelle Hilfe anzeigen:

Anhaltende Hoffnungslosigkeit · Gedanken daran, sich selbst zu schaden · Monatelanger Rückzug · Schwere Schlafstörungen · Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen

Emotionale Erste Hilfe

  • Tief durchatmen: 4 Sekunden ein, 4 halten, 6 aus – beruhigt das Nervensystem sofort
  • Gefühle benennen: „Ich bin wütend" statt wütend handeln – das allein reduziert die Intensität
  • 5-4-3-2-1-Technik: Erdet dich in akuten Angstzuständen (s. Stimmungs-Check)
  • Bewegung: Schon 10 Minuten Spaziergang verbessern die Stimmung
  • Selbstmitgefühl üben: Behandle dich wie einen guten Freund

Langfristige Strategien

  • Emotionstagebuch führen – Muster erkennen
  • Achtsamkeitsübungen (MBSR, Apps wie Headspace oder 7Mind)
  • Regelmäßige soziale Kontakte pflegen
  • Körperliche Gesundheit nicht vernachlässigen (Schlaf, Essen, Bewegung)
  • Grenzen setzen lernen – Nein sagen darf man
  • Positive Erlebnisse bewusst wahrnehmen (3 schöne Dinge pro Tag notieren)

Dein persönlicher Notfallplan

📝 Erstelle deinen Notfallplan

Wenn es mir nicht gut geht, hilft mir?

Meine Vertrauensperson kann sein?

Professionelle Unterstützung

  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (DE, kostenlos, 24/7)
  • Online-Beratung: online.telefonseelsorge.de
  • Psychotherapie suchen: bptk.de / therapie.de
  • Kassenärztliche Vereinigung: 116 117
  • DGPPN-Ratgeber: dgppn.de/patienten

Apps & digitale Angebote

  • Moodpath – Stimmungstagebuch & Analyse
  • 7Mind / Headspace – Achtsamkeit & Meditation
  • Jourvie – Unterstützung bei Essstörungen
  • Depression Monitor – Verlaufskontrolle

Selbsthilfe-Gruppen

  • nakos.de – Nationale Kontaktstelle für Selbsthilfe
  • Regionale Angebote: beim Gesundheitsamt anfragen

💡 Tipp: Du musst nicht krank sein, um Unterstützung zu suchen. Beratungsangebote sind für alle da – als Prävention, zur Entlastung oder einfach zum Reden.